Für meine Untersuchungen um Berlin und Athen suche ich Interviewpartner, die bereit sind zum Thema Wohnen und Wohnpraxis ihre Geschichte und Meinung zu erzählen.
Es sollen unbedingt Bewohner/Bewohnerinnen der folgenden Gemeinden bzw. Ortsteilen sein.
Athen/Attika --> [Plataniá] (ca. 10) und [Oreólofos] (ca. 10)
Berlin/Brandenburg: [Lindenthal] (ca. 2) und [Meisenhof] (bereits abgeschlossen)
Montag, 21. Dezember 2009
Sonntag, 13. Dezember 2009
Qualitative Forschungsmethoden
Sekundärliteratur, Pläne und Untersuchungsberichte werden traditionsgemäß für die Schilderung all jener Prozesse dienen, die für die Stadtentwicklung, die regionalökonomische Entwicklung und die Wohnpraxis von Relevanz sind. Statistische Daten werden in vielen Fällen die sozioökonomischen und demografischen Entwicklungen mit Zahlen belegen. Sowohl für Athen, aber vor allem für Berlin ist die Datenlage reich.
Für die eigene Datenerhebung werden qualitative Forschungsmethoden angewendet. Die Humangeographie und darunter vor allem die relativ junge gesellschaftsorientierte Humangeographie werden damit mit wenig erprobten Datenanschaffungsmethoden angereichert. Es gilt also auch dabei etwas weiterzuentwickeln. Die Anwendung episodischer Interviews und verbaler Daten kommt für die Humangeographie einem Experimentierfeld gleich, bei dem der Zugang zum narrativ-episodisches Wissen über Erzählungen erfolgt. Gleichzeitig werden konkret-zielgerichtete Fragen den Zugang zum semantischem Wissen ermöglichen (vgl. FLICK 2008). Mit den episodischen Interviews zu Wohnen, Wohngeschichte und Wohnpraxis will ich mit einem Schlag sowohl die Darstellung von Erfahrungen und Sichtweisen als auch die Erzählung konkreter Situationen und Episoden bewerkstelligen.
Als Interviewpartner werden Gruppen von Wohnpraxis-Akteuren, je nach Interesse und Funktion, in vier Untersuchungsgruppen eingeteilt. Das sind: (1) Nutzer und Bewohner von Wohnhäusern, (2) öffentliche und kommunale Ämter, Stadtplaner und Politiker, sowie (3) der Markt, die Bauunternehmer und Investoren (usw.). Schließlich werden auch (4) freie Experten (Wissenschaftler, Forscher, Initiativen und Beobachter etc.) interviewt.
Durch das thematische Kodieren (vgl. FLICK 2007, S.402f. in Anlehnung an STRAUSS 1991) werden in einem mehrstufigen Vorgehen, gruppen- und ortspezifisch, die Einzelfälle kurz beschrieben, überprüft und ggf. modifiziert, um daraus Kategorien und thematische Bereiche zu entwickeln, die eine thematische Struktur für die Analyse weiterer Fälle ermöglichen soll. In einem weiteren Schritt folgt anhand detaillierter Interpretation einzelner Textpassagen die Feinanalyse von ausgewählten thematischen Bereichen. Schließlich mit der Herausarbeitung der gruppenspezifischen Ergebnisse wird auch eine Grundlage für die Vergleichbarkeit zwischen Athen und Berlin geschaffen werden...
Für die eigene Datenerhebung werden qualitative Forschungsmethoden angewendet. Die Humangeographie und darunter vor allem die relativ junge gesellschaftsorientierte Humangeographie werden damit mit wenig erprobten Datenanschaffungsmethoden angereichert. Es gilt also auch dabei etwas weiterzuentwickeln. Die Anwendung episodischer Interviews und verbaler Daten kommt für die Humangeographie einem Experimentierfeld gleich, bei dem der Zugang zum narrativ-episodisches Wissen über Erzählungen erfolgt. Gleichzeitig werden konkret-zielgerichtete Fragen den Zugang zum semantischem Wissen ermöglichen (vgl. FLICK 2008). Mit den episodischen Interviews zu Wohnen, Wohngeschichte und Wohnpraxis will ich mit einem Schlag sowohl die Darstellung von Erfahrungen und Sichtweisen als auch die Erzählung konkreter Situationen und Episoden bewerkstelligen.
Als Interviewpartner werden Gruppen von Wohnpraxis-Akteuren, je nach Interesse und Funktion, in vier Untersuchungsgruppen eingeteilt. Das sind: (1) Nutzer und Bewohner von Wohnhäusern, (2) öffentliche und kommunale Ämter, Stadtplaner und Politiker, sowie (3) der Markt, die Bauunternehmer und Investoren (usw.). Schließlich werden auch (4) freie Experten (Wissenschaftler, Forscher, Initiativen und Beobachter etc.) interviewt.
Durch das thematische Kodieren (vgl. FLICK 2007, S.402f. in Anlehnung an STRAUSS 1991) werden in einem mehrstufigen Vorgehen, gruppen- und ortspezifisch, die Einzelfälle kurz beschrieben, überprüft und ggf. modifiziert, um daraus Kategorien und thematische Bereiche zu entwickeln, die eine thematische Struktur für die Analyse weiterer Fälle ermöglichen soll. In einem weiteren Schritt folgt anhand detaillierter Interpretation einzelner Textpassagen die Feinanalyse von ausgewählten thematischen Bereichen. Schließlich mit der Herausarbeitung der gruppenspezifischen Ergebnisse wird auch eine Grundlage für die Vergleichbarkeit zwischen Athen und Berlin geschaffen werden...
Warum Berlin und Athen?
Für die Vergleichsanalyse der Wohnpraxis in den Metropolräumen Athen und Berlin werde ich, neben der Bestandsaufnahme der Gegenwart, vor allem den historischen, räumlichen und sozialen Kontext derer Stadtentwicklung inkl. der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung als Grundlage benutzen.
Eine Rolle für die Auswahl von Athen und Berlin hat gerade die Unterschiedlichkeit der beiden Stadtentwicklungen gespielt, aber auch das persönliche Interesse für diese Stadtlandschaften, die beide mir bekannt sind, weil ich in beiden gewohnt habe (früher Athen) bzw. wohne (jetzt Berlin). Spannend ist die Frage dieser geographischen und ökonomischen Unterschiedlichkeit, und der damit unterschiedlich ausgeprägten soziokulturellen und politischen Gegebenheiten.
Dieser Vergleich ermöglicht eben die Differenzierung nach Zentrum und Peripherie sowie nach den regionalen Typen der politischen, ökonomischen und kulturellen Entwicklung, und damit stellt eine kritische Reflexion über diese beiden Entwicklungsmodelle und -praxen.
Eine Rolle für die Auswahl von Athen und Berlin hat gerade die Unterschiedlichkeit der beiden Stadtentwicklungen gespielt, aber auch das persönliche Interesse für diese Stadtlandschaften, die beide mir bekannt sind, weil ich in beiden gewohnt habe (früher Athen) bzw. wohne (jetzt Berlin). Spannend ist die Frage dieser geographischen und ökonomischen Unterschiedlichkeit, und der damit unterschiedlich ausgeprägten soziokulturellen und politischen Gegebenheiten.
Dieser Vergleich ermöglicht eben die Differenzierung nach Zentrum und Peripherie sowie nach den regionalen Typen der politischen, ökonomischen und kulturellen Entwicklung, und damit stellt eine kritische Reflexion über diese beiden Entwicklungsmodelle und -praxen.
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